Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie

Metallerinnen und Metaller kämpfen für ihre Ziele

Auch in der zweiten Warnstreikwoche sind viele Metallerinnen und Metaller vor die Werkstore gegangen, um für ihre Ziele zu kämpfen. Die Motivation ist groß und der Zuspruch für die 6,5 Prozent, einer fairen Regelung der Leiharbeit und der unbefristeten Übernahme nach der Ausbildung ist überall deutlich spürbar.

Bild: Klaus Dietrich

Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie

Zweite Warnstreikwelle ist angelaufen

Die zweite Warnstreikwelle im Raum Bad Kreuznach, dem Hunsrück und im Nahetal ist angelaufen. Wieder legten viele Beschäftigte die Arbeit nieder um Druck auf die Arbeitgeber auszuüben.

Im Werk von Continental-Teves in Rheinböllen ruhte die Arbeit zum zweiten mal. Viele Beschäftigte folgten dem Aufruf der IG Metall zum Warnstreik. Im benachbarten Simmern kamen ca. 100 Beschäftigte der Spätschicht vor das Werkstor der Firma ZF Friedrichshafen. Auch hier war es bereits der zweite Warnstreik. Im Nachbarwerk Gardner Denver legten ca. 150 Kolleginnen und Kollegen die Arbeit zeitweise nieder.

"Es ist eine Frechheit, daß die Arbeitgeber bis zum heutigen Tag nur ein mageres Angebot von 3 Prozent auf 14 Monaten angeboten haben. Kein Angebot zum Thema faire Regelung der Leiharbeit und kein Angebot zum Thema unbefristete Übernahme nach der Ausbildung", so Edgar Brakhuis, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Bad Kreuznach. Wenn bis Pfingsten keine Einigung erreicht wird, werden erste Urabstimmungen für unbefristete Streiks durchgeführt.

Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie

Erste Warnstreikwelle im Raum Bad Kreuznach, Idar Oberstein und im Hunsrück

Etwa 1.500 Beschäftigte aus dem Raum Bad Kreuznach, Idar Oberstein und dem Hunsrück haben sich am 2. und 3. Mai in der Metall- und Elektroindustrie an der ersten Warnstreikwelle beteiligt. Schwerpunkte waren dabei die Firmen Continental-Teves in Rheinböllen und ZF Friedrichshafen in Simmern für die Region Hunsrück. In Bad Kreuznach beteiligten sich die Beschäftigten der Firmen KHS, Pall und Schneider Optische Werke an den Warnstreikaktionen der IG Metall Bad Kreuznach. In Langenlonsheim legten die Kolleginnen und Kollegend der Firma Delphi kurzzeitig ihre Arbeit nieder.
In Idar Oberstein gingen ca. 200 Beschäftigte der Firma Fissler in Neubrücke vor das Werkstor. Zudem besuchten ca. 50 Kolleginnen und Kollegen der Firmen Decoma und Gebr. Schmidt eine Informationsveranstaltung der IG Metall zur laufenden Tarifrunde. "Die Kolleginnen und Kollegen sind wütend auf das Angebot der Arbeitgeber und unterstützen unsere Forderungen nach einer kräftigen Lohnerhöhung, der unbefristeten Übernahme aller Auzubildenden und einer fairen Regelung der Leiharbeit", so Edgar Brakhuis, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Bad Kreuznach.

Warnstreiks im Raum Bad Kreuznach, Idar Oberstein und dem Hunsrück

Dritte Verhandlung in der Tarifrunde Metall- und Elektroinudstrie

Arbeitgeberangebot: dreimal voll daneben

Foto: Frank Rumpenhorst

Das Angebot der Arbeitgeber war groß angekündigt, fiel aber ziemlich mickrig aus. Lediglich drei Prozent mehr Geld für 14 Monate bieten sie den rund 400.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland- Pfalz, dem Saarland und Thüringen an. Das sind auf zwölf Monate aber deutlich weniger als drei Prozent. Das Angebot gleicht damit nur die voraussichtliche Preissteigerungsrate aus, berücksichtigt aber in keiner Weise den wirtschaftlichen Aufschwung in der Metallindustrie. Auch sonst kam von den Arbeitgebern nur Blockade. Die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten lehnen sie genauso ab wie eine Ausweitung der Mitbestimmung bei der Leiharbeit. »Das Angebot ist eine reine Mogelpackung«, sagte IG Metall-Verhandlungsführer Armin Schild nach der Verhandlung am 19. April in Mainz.

Tag der Arbeit in Bad Kreuznach und Idar Oberstein

Gute Arbeit für Europa - gerechte Löhne und soziale Sicherheit

„Gute Arbeit für Europa - Gerechte Löhne, Soziale Sicherheit“ lautet das diesjährige Motto zum Tag der Arbeit. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften sagen Ja zur europäischen Integration. Wir wollen die Zukunft Europas sozial gestalten.

Gewerkschaftsarbeit aktueller denn je

Die Gewerkschaften kämpfen schon immer für gerechte Löhne, soziale Sicherheit und gute Arbeit. Diese Themen sind aktueller denn je. Wenn versucht wird, die Folgen der Euro-Krise auf Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und sozial Schwache abzuwälzen, müssen wir in Deutschland und in ganz Europa dagegen kämpfen.

Europa spart falsch

Die einseitige Sparpolitik zur Rettung Europas gefährdet Wachstum, Beschäftigung und den sozialen Zusammenhalt. Die bisherigen Maßnahmen führen unsere Gesellschaften in eine Sackgasse aus Armut, Ungleichheit, Rezession und letztlich höherer Verschuldung, politischer Instabilität und gefährden die bisherigen Fortschritte in der Integration. Nur einseitig zu sparen birgt die Gefahr, dass das deutsche und europäische Wachstum abgewürgt wird. Wir wollen ein gerechtes, prosperierendes und demokratisches Europa - frei von Zukunftsängsten, frei von Armut, mit Teilhabe an Arbeit, Vermögen sowie Wohlstand für alle.

Auch in diesem Jahr werden die Gewerkschaften Aktionen und 1. Mai-Feiern in Bad Kreuznach und Idar Oberstein durchführen. Näheren Informationen können den pdf-Dokumenten entnommen werden.

IG Metall Bad Kreuznach stellt sich für die Zukunft auf

Breite Zustimmung für Geschäftsführung und Vorstand

Foto: Harald Gebhardt

Auf der 1. ordentlichen Delegiertenversammlung der IG Metall Bad Kreuznach am 31. März 2012 wurde Edgar Brakhuis mit 91 Prozent der abgegebenen Stimmen als Erster Bevollmächtigter und Kassierer für die nächsten vier Jahre im Amt bestätigt. Auch der Zweite Bevollmächtigte (ehrenamtlich), Norbert Sehn von der Firma Continental-Teves in Rheinböllen, wurde mit 89 Prozent wiedergewählt.

Als Beisitzer bzw. Beisitzerinnen in den Ortsvorstand wurden gewählt: Gerhard Bender-Praß, Regina Benneckenstein, Ralf Beckert, Volker Diel, Jörg Elzer, Willi Kumm, Daniel Mansuy, Eva Mathes, Klaus Dieter Müller und Jessica Weichel.

Edgar Brakhuis gab mündlich den politischen Geschäftsbericht der Verwaltungsstelle ab. Die Verwaltungsstelle kann mit ihrer Arbeit der letzten vier Jahre zufrieden sein. Als Gastredner ging Heidi Schroth von der IG Metall Bezirksleitung Frankfurt auf die aktuelle Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie ein.

Zweite Verhandlung in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie

IG Metall fordert lautstark endlich ein Angebot der Arbeitgeber

Foto: Rumpenhorst

Die zweite Tarifverhandlung für die rund 400.000 Beschäftigten in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen brachte am Donnerstag in Darmstadt keinerlei Annäherung. Die Tarifvertragsparteien haben sich auf den 19. April in Mainz vertagt. Auch in der zweiten Runde wurde über alle drei Themen des Forderungspakts verhandelt: Einkommensverbesserungen von 6,5%, unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und mehr Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte bei Leiharbeit.
Armin Schild, IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer, forderte die Arbeitgeber auf, ein tragfähiges Angebot vorzulegen. Die IG Metall warnte die Arbeitgeber vor einer Verzögerungstaktik. Bis jetzt sei man keinen Schritt weitergekommen. Obwohl die IG Metall bereits Monate vor der Tarifrunde Gespräche über Übernahme und Leiharbeit angeboten habe, sei von den Verbänden bis heute nichts gekommen als „ideologisch aufgeladene heiße Luft“. Der Druck in den Betrieben nehme zu, die Empörung der Belegschaften wachse von Tag zu Tag. „Wir wollen zu allen drei Themen eine Lösung vor dem Ende der Friedenspflicht. Das geht, aber geht nur, wenn die Arbeitgeber ideologischen Dampf ablassen", so Schild.
Auch Edgar Brakhuis, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Bad Kreuznach, forderte die Arbeitgeber auf, ein Angebot vorzulegen: "Die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben habes es verdient endlich ein faires Angebot zu erhalten". 
Vor dem Verhandlungsbeginn hatten wiederum über 1.000 Beschäftigte für die Forderungen der IG Metall vor dem Verhandlungslokal demonstriert.

Erste Verhandlungen in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie

Lautstarke Unterstützung für die Forderungen der IG Metall

Metallerinnen und Metaller trauen sich für die unbefristete Übernahme

Frankfurt. Die 1. Tarifverhandlung für die rund 400.000 Beschäftigten in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen sind am Dienstag in Frankfurt auf den 29. März vertagt worden. Zu Beginn der Gespräche hatten die IG Metall-Jugend und mehr als 900 Beschäftigte vor dem Verhandlungsort für die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten protestiert. 

IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild: „Zu Beginn der Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie haben wir es auf Seiten der Arbeitgeber mit Neinsagern zu tun. Sie sagten gleich dreimal Nein: Nein zu mehr Geld, Nein zur unbefristeten Übernahme und Nein zu mehr Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeit."

Begleitet von lautstarken Protesten insbesondere junger Gewerkschafter waren die Delegationen in Frankfurt zusammengekommen. Vor dem Verhandlungsort in Frankfurt feierten mehrere hundert Metaller lautstark symbolische Hochzeiten von jungen Auszubildenden mit ihren Betrieben. "Das war erst der Auftakt. Sollten die Arbeitgeber weiterhin eine Blockadehaltung einnehmen, wird es noch weitere Proteste vieler Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben geben. Wir sind kampfbereit", so Edgar Brakhuis, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Bad Kreuznach.

IG Metall kämpft um Arbeitsplätze bei Hay

Sanierungstarifvertrag sichert Standorte der Firma Hay

Die IG Metall bewertet den Verkauf der Hay Gruppe an den Finanzinvestor Gores verhalten positiv. Ein Verkauf sei notwendig gewesen, da die Finanzdecke – und das wurde im Krisenjahr deutlich - des Familienbetriebes nicht ausgereicht hat, um die Zukunft zu gestalten. „Wir hätten den Verkauf an ein Industrieunternehmen, also einen strategischen Investor, einem Finanzinvestor vorgezogen, aber wir sind auch gewappnet, die Zukunft mit einem Finanzinvestor für die Beschäftigten positiv zu gestalten“ so der erste Bevollmächtigte der IG Metall Verwaltungsstelle Bad-Kreuznach, Edgar Brakhuis.  

Entgegen anderslautender Meinungen macht die IG Metall zusätzlich deutlich: „Der Sanierungstarifvertrag der IG Metall sichert die Zukunft: Kündigungen sind bis 2015 ausgeschlossen, die derzeitigen Standorte mit ihren Produktions- und Funktionsbereichen sind bis mindestens 2019 zu erhalten, Betriebsvereinbarungen dürfen bis 2019 nicht gegen den Willen des Betriebsrates verändert werden und der Flächentarifvertrag der IG Metall gilt mindestens bis 2019“, so Edgar Brakhuis. Dieser Erfolg des Sanierungstarifvertrages wurde durch die Mitglieder der IG Metall in der Haygruppe erkämpft. 

Zusätzlich wurde ein Tarifvertrag am 23.12. zeitgleich mit dem Verkauf an Gores erstritten, der ein finanzielles Ausbluten durch einen Investor verbietet.  Da ein Investor vom Kauf nur überzeugt werden konnte, wenn die Verzichtsleistungen des Sanierungstarifvertrages noch in 2012 wie vereinbart erfolgen, hat die IG Metall durchgesetzt, dass jetzt mit dem Dezemberentgelt ein volles, zusätzliches Monatsentgelt gezahlt wurde. „Man muss wissen“, so der Geschäftsführer der TBS gGmbH (Unternehmensberatung, die 100% Tochter der Gewerkschaften ist) Winfried Ott, „dass das Produkt des Finanzinvestors die Haygruppe selbst ist, und das Finanzinvestoren nach 4 bis 6 Jahren die gekaufte Firma mit Gewinn weiterverkaufen wollen.“ Winfried Ott sitzt für für den Betriebsrat und die IG Metall im Beirat und ist mit einem klaren Vetorechten ausgestattet. Ott geht weiter davon aus, „das mit Gores ein Finanzinvestor gefunden wurde, der den Wert des Unternehmens steigern will.“ Mit Blick auf die Beschäftigten ergänzt Edgar Brakhuis: „Wir werden alles tun und unterstützen, dass die Haygruppe bei den Kunden seinen Namen weiter verdient, seine Stellung im Markt ausbaut und strategisch die Internationalisierung erfolgreich umsetzen kann. Wir sind aber mit unseren Mitgliedern in den Betrieben stark genug aufgestellt, dass dies nicht auf Kosten der Beschäftigten erfolgt.“

Junge Generation

Aktion der IG Metall Jugend für Toleranz und Solidarität

Das Winner-Team: Der Pokal ging an die Azubis der Firma KHS aus Bad Kreuznach

Kicken für mehr Toleranz und Solidarität: Unter dem Motto „Rassisten stehen bei uns im Abseits“ im Rahmen der bundesweiten Respekt!-Kampagne haben IG Metall Bad Kreuznach und Mainz-Worms ein Fußballtunier organisiert.

Die Azubis der Firma KHS in Bad Kreuznach haben ihren Fußball-Titel auf dem Soccer-Tunier verteidigen können. Im Endspiel besiegte das Team der KHS die Azubis von DFH Haus und haben den Pott wieder geholt. „Ich freue mich darüber, daß sich über 50 Azubis an der Aktion beteiligt und ein Zeichen für Respekt und Toleranz gesetzt haben“, so Edgar Brakhuis von der IG Metall Bad Kreuznach beim Überreichen des Pokals an die Azubis der Firma KHS aus Bad Kreuznach. 

Kein Platz für Rassismus

Startschuß für Respekt!

Mit einer Auftaktveranstaltung hat die IG Metall die Kooperation mit der Initiative "Respekt! Kein Platz für Rassismus" gestartet. Die Initiative macht sich seit einem Jahr stark für einen respektvollen Umgang miteinander, in dem Intoleranz, Rassismus und Diskriminierung keinen Platz haben. Mit der IG Metall geht die Initiative in eine neue Runde und setzt sich für mehr Respekt in den Betrieben ein.

Jugend aktiv in der IG Metall

Laut und stark für die unbefristete Übernahme

Über 20.000 junge Menschen aus der gesamten Bundesrepublik haben am zentralen Aktionstag der IG Metall in Köln am 01. Oktober 2011 teilgenommen. Darunter auch rund 40 Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltungsstelle Bad Kreuznach. „Laut und stark haben wir für die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung demonstriert. Außerdem fordern wir bessere Ausbildungsbedingungen und einen fairen Lohn“, so Inga Walper von der Jugend- und Auszubildendenvertretung der Firma Delphi. Die Azubis aus dem Raum Bad Kreuznach, Simmern und Idar-Oberstein waren begeistert. Nach der Demonstration durch die kölner Innenstadt ging es zur Abschlußfeier in die Lanxess-Arena mit Culcha Candela, Jennifer Rostock, Revolverheld und anderen Bands.

Die IG Metall will in der nächsten Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie in 2012 mit den Arbeitgebern die die unbefristete Übernahme nach der Berufsausbildung regeln.

Stark durch Tradition

IG Metall ehrt langjährige Mitglieder

Die IG Metall Bad Kreuznach hat auf ihrer Jubilarveranstaltung in Bretzenheim ihre langjährigen Mitglieder geehrt. "Unsere Jubilare zählen zu unseren zuverlässigsten Mitgliedern die mitgeholfen haben, erfolgreiche Tarifpolitik zu gestalten. Unsere Mitglieder haben die betriebliche Arbeitswelt menschlicher gemacht und haben sich jahrelang unbeirrt für Gerechtigkeit eingesetzt", so Edgar Brakhuis, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Bad Kreuznach. Festrednder auf der Jubilarfeier war Thomas Kasper von der IG Metall Bezirksleitung Frankfurt. Kollege Kasper ging in seiner Rede auf die aktuelle politische Lage ein und warnte vor einer wachsenden sozialen Schieflage im Land. Für Gute Stimmung unter den Teilnehmern sorgte der Chor "Voice Collection", der die musikalische Umrahmung gestaltete.

Gratulation zum Jubiläum: IG Metall ehrt langjährige Mitglieder

61. ordentliche Bezirkskonferenz in Oberhof

IG Metall fordert sozial-ökologisches Reformprojekt

Im thüringischen Oberhof haben am Donnerstag die 87 Delegierten der 61. ordentlichen Bezirkskonferenz eine Programmdiskussion im Bezirk Frankfurt (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) begonnen.
Die schwere Wirtschafts- und Finanzmarktkrise, die durch die Katastrophen in Japan ausgelöste Energiedebatte und weiter drohende Umweltkatastrophen verlangten ein entschiedenes Umsteuern. Ein „Weiter wie bisher“ dürfe es nicht geben, ein „Green New Deal“ reiche nicht. Die Konferenzteilnehmer forderten ein sozial-ökologisches Reformkonzept.

In einem Diskussionspapier „Gute Arbeit 2020 – sicher und fair“ forderten die Konferenzteilnehmer ein sozial-ökologisches Reformkonzept, das auf vier Säulen beruht:
         Arbeiten: Für gute Arbeit – ein Arbeitsleben lang
         Leben: Für ein gutes Leben in einer solidarischen Gesellschaft
         Verteilen: Für gerechte Verteilung
         Entscheiden: Für Demokratie, Mitbestimmung und Beteiligung

Soziale Mindeststandards bei Fördermitteln

IG Metall fordert Zeitenwende in der Leiharbeit

Bezirksleiter Armin Schild

Frankfurt. Die IG Metall im Bezirk Frankfurt, zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen, fordert Arbeitgeber und Politik auf, Rahmenbedingungen für eine faire Leiharbeit zu setzen.

Der anhaltend rasante Zuwachs der Leiharbeit belege, dass Leiharbeit auch gerade nach der Wirtschaftskrise in vielen Fällen missbraucht werde, um reguläre Jobs zu verdrängen. Nutznießer seien Verleih- und Entleihunternehmen. Ihre Extragewinne würden nicht nur von Leiharbeitern, sondern auch von den Steuerzahlern aufgebracht, weil sie zum einen Fördermittel des Staates in Anspruch nehmen und zum anderen einen Niedriglohnsektor etablierten, im dem viele Menschen ergänzende Sozialhilfen antragen müssten.

IG Metall Bezirksleiter Armin Schild forderte die Arbeitgeber und Landesregierungen in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland auf, dem Beispiel Thüringens zu folgen und nicht länger Fördermittel an Firmen zu zahlen, in denen Niedriglöhne gezahlt würden. „Zuerst bekommen sie Fördermittel vom Staat für Investitionen und dann bekommen Leiharbeitnehmer Geld von Staat, weil ihr Lohn nicht ausreicht und sie aufstocken müssen. Wir brauchen soziale Mindeststandards für Fördermittel und gerechte Löhne", sagte Schild am Mittwoch in Frankfurt.

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