Regionales Betriebsrätenetzwerk im Raum Bad Kreuznach gestartet

  • 13.05.2020
  • Aktuelles

IG Metall Bad Kreuznach reagiert auf gestiegenen Kommunikations- und Austauschbedarf mit der Gründung eines Netzwerkes aktiver IG Metall Betriebsräte.

Foto: Panthermedia

Die aktuelle Situation ist für alle eine Herausforderung. Die Corona-Pandemie bestimmt nicht nur das Privatleben, sondern auch das Arbeitsleben ist maßgeblich betroffen. Völlig neue Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Gestaltung von Kurzarbeit beschäftigen die Kolleg_innen in den Werkshallen und an den Schreibtischen. Dadurch sind auch die Betriebsräte in den Betrieben zurzeit enorm gefordert. Fast täglich haben sie es mit neuen Verordnungen und gesetzlichen Rahmenbedingungen zu tun. Sie sind bemüht passende Antworten auf die Fragen ihrer Kolleg_innen zu finden, ihre soziale Situation abzusichern, die Situation von Eltern zu verbessern und vor allem für einen ausreichenden Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu sorgen.

Kurz: In den Betriebsratsbüros und unterstützt durch viele unserer IG Metall Vertrauensleute wird Tolles geleistet um mit dieser noch nie dagewesenen Situation umzugehen. Dabei entstehen kreative Ideen und Kommunikationsmodelle, die den Laden buchstäblich am Laufen halten.

Die IG Metall Bad Kreuznach möchte den dadurch gestiegenen Bedarf an Informationen gerecht werden und einen praxisnahen Erfahrungsaustausch ermöglichen, indem die Kolleg_innen ihre Ideen vorstellen und gleichzeitig wertvolle Anregungen für ihre Arbeit mitnehmen können.

Oft spielen dabei regionale Gegebenheiten eine Rolle. So zum Beispiel Erfahrungen im Umgang mit örtlichen Kooperationspartnern wie der Agentur für Arbeit.

 

Deswegen nimmt die IG Metall Bad Kreuznach diese Situation zum Anlass, ein regionales Betriebsrätenetzwerk für IG Metall Betriebsräte und Vertrauensleute im Großraum Bad Kreuznach ins Leben zu rufen. Das Angebot ergänzt die bereits bestehenden Betriebsratsstammtischstrukturen in Idar-Oberstein und im Hunsrück.

 

Der erste Austausch einer Runde von Betriebsräten hat Anfang Mai stattgefunden. Themen waren dabei insbesondere die Gestaltung von Kurzarbeit, aber vor allem auch der Umgang mit Home-Office bzw. Mobiler Arbeit und die Grenzen und Möglichkeiten der Zeiterfassung.

In Zeiten von Abstandhalten musste bei diesem Austausch auf digitale Hilfsmittel zurückgegriffen werden und das „Treffen“ wurde in Form einer Videokonferenz organisiert.

Der Netzwerkaustausch soll aber keine Eintagsfliege in der Zeit von Corona gewesen sein. Vielmehr hat die IG Metall die Hoffnung, dass dieses Angebot dann so bald wie möglich in ein analoges Format in geselliger Stammtischatmosphäre überführt werden kann. Die Treffen sollen zukünftig mindestens vier- bis fünfmal im Jahr stattfinden. Interessierte Teilnehmer_nnen können sich gerne an die Geschäftsstelle wenden.