IG Metall kämpft um Arbeitsplätze bei Hay

Sanierungstarifvertrag sichert Standorte der Firma Hay

Die IG Metall bewertet den Verkauf der Hay Gruppe an den Finanzinvestor Gores verhalten positiv. Ein Verkauf sei notwendig gewesen, da die Finanzdecke – und das wurde im Krisenjahr deutlich - des Familienbetriebes nicht ausgereicht hat, um die Zukunft zu gestalten. „Wir hätten den Verkauf an ein Industrieunternehmen, also einen strategischen Investor, einem Finanzinvestor vorgezogen, aber wir sind auch gewappnet, die Zukunft mit einem Finanzinvestor für die Beschäftigten positiv zu gestalten“ so der erste Bevollmächtigte der IG Metall Verwaltungsstelle Bad-Kreuznach, Edgar Brakhuis.  

Entgegen anderslautender Meinungen macht die IG Metall zusätzlich deutlich: „Der Sanierungstarifvertrag der IG Metall sichert die Zukunft: Kündigungen sind bis 2015 ausgeschlossen, die derzeitigen Standorte mit ihren Produktions- und Funktionsbereichen sind bis mindestens 2019 zu erhalten, Betriebsvereinbarungen dürfen bis 2019 nicht gegen den Willen des Betriebsrates verändert werden und der Flächentarifvertrag der IG Metall gilt mindestens bis 2019“, so Edgar Brakhuis. Dieser Erfolg des Sanierungstarifvertrages wurde durch die Mitglieder der IG Metall in der Haygruppe erkämpft. 

Zusätzlich wurde ein Tarifvertrag am 23.12. zeitgleich mit dem Verkauf an Gores erstritten, der ein finanzielles Ausbluten durch einen Investor verbietet.  Da ein Investor vom Kauf nur überzeugt werden konnte, wenn die Verzichtsleistungen des Sanierungstarifvertrages noch in 2012 wie vereinbart erfolgen, hat die IG Metall durchgesetzt, dass jetzt mit dem Dezemberentgelt ein volles, zusätzliches Monatsentgelt gezahlt wurde. „Man muss wissen“, so der Geschäftsführer der TBS gGmbH (Unternehmensberatung, die 100% Tochter der Gewerkschaften ist) Winfried Ott, „dass das Produkt des Finanzinvestors die Haygruppe selbst ist, und das Finanzinvestoren nach 4 bis 6 Jahren die gekaufte Firma mit Gewinn weiterverkaufen wollen.“ Winfried Ott sitzt für für den Betriebsrat und die IG Metall im Beirat und ist mit einem klaren Vetorechten ausgestattet. Ott geht weiter davon aus, „das mit Gores ein Finanzinvestor gefunden wurde, der den Wert des Unternehmens steigern will.“ Mit Blick auf die Beschäftigten ergänzt Edgar Brakhuis: „Wir werden alles tun und unterstützen, dass die Haygruppe bei den Kunden seinen Namen weiter verdient, seine Stellung im Markt ausbaut und strategisch die Internationalisierung erfolgreich umsetzen kann. Wir sind aber mit unseren Mitgliedern in den Betrieben stark genug aufgestellt, dass dies nicht auf Kosten der Beschäftigten erfolgt.“

Junge Generation

Aktion der IG Metall Jugend für Toleranz und Solidarität

Das Winner-Team: Der Pokal ging an die Azubis der Firma KHS aus Bad Kreuznach

Kicken für mehr Toleranz und Solidarität: Unter dem Motto „Rassisten stehen bei uns im Abseits“ im Rahmen der bundesweiten Respekt!-Kampagne haben IG Metall Bad Kreuznach und Mainz-Worms ein Fußballtunier organisiert.

Die Azubis der Firma KHS in Bad Kreuznach haben ihren Fußball-Titel auf dem Soccer-Tunier verteidigen können. Im Endspiel besiegte das Team der KHS die Azubis von DFH Haus und haben den Pott wieder geholt. „Ich freue mich darüber, daß sich über 50 Azubis an der Aktion beteiligt und ein Zeichen für Respekt und Toleranz gesetzt haben“, so Edgar Brakhuis von der IG Metall Bad Kreuznach beim Überreichen des Pokals an die Azubis der Firma KHS aus Bad Kreuznach. 

Kein Platz für Rassismus

Startschuß für Respekt!

Mit einer Auftaktveranstaltung hat die IG Metall die Kooperation mit der Initiative "Respekt! Kein Platz für Rassismus" gestartet. Die Initiative macht sich seit einem Jahr stark für einen respektvollen Umgang miteinander, in dem Intoleranz, Rassismus und Diskriminierung keinen Platz haben. Mit der IG Metall geht die Initiative in eine neue Runde und setzt sich für mehr Respekt in den Betrieben ein.

Jugend aktiv in der IG Metall

Laut und stark für die unbefristete Übernahme

Über 20.000 junge Menschen aus der gesamten Bundesrepublik haben am zentralen Aktionstag der IG Metall in Köln am 01. Oktober 2011 teilgenommen. Darunter auch rund 40 Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltungsstelle Bad Kreuznach. „Laut und stark haben wir für die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung demonstriert. Außerdem fordern wir bessere Ausbildungsbedingungen und einen fairen Lohn“, so Inga Walper von der Jugend- und Auszubildendenvertretung der Firma Delphi. Die Azubis aus dem Raum Bad Kreuznach, Simmern und Idar-Oberstein waren begeistert. Nach der Demonstration durch die kölner Innenstadt ging es zur Abschlußfeier in die Lanxess-Arena mit Culcha Candela, Jennifer Rostock, Revolverheld und anderen Bands.

Die IG Metall will in der nächsten Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie in 2012 mit den Arbeitgebern die die unbefristete Übernahme nach der Berufsausbildung regeln.

Stark durch Tradition

IG Metall ehrt langjährige Mitglieder

Die IG Metall Bad Kreuznach hat auf ihrer Jubilarveranstaltung in Bretzenheim ihre langjährigen Mitglieder geehrt. "Unsere Jubilare zählen zu unseren zuverlässigsten Mitgliedern die mitgeholfen haben, erfolgreiche Tarifpolitik zu gestalten. Unsere Mitglieder haben die betriebliche Arbeitswelt menschlicher gemacht und haben sich jahrelang unbeirrt für Gerechtigkeit eingesetzt", so Edgar Brakhuis, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Bad Kreuznach. Festrednder auf der Jubilarfeier war Thomas Kasper von der IG Metall Bezirksleitung Frankfurt. Kollege Kasper ging in seiner Rede auf die aktuelle politische Lage ein und warnte vor einer wachsenden sozialen Schieflage im Land. Für Gute Stimmung unter den Teilnehmern sorgte der Chor "Voice Collection", der die musikalische Umrahmung gestaltete.

Gratulation zum Jubiläum: IG Metall ehrt langjährige Mitglieder

61. ordentliche Bezirkskonferenz in Oberhof

IG Metall fordert sozial-ökologisches Reformprojekt

Im thüringischen Oberhof haben am Donnerstag die 87 Delegierten der 61. ordentlichen Bezirkskonferenz eine Programmdiskussion im Bezirk Frankfurt (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) begonnen.
Die schwere Wirtschafts- und Finanzmarktkrise, die durch die Katastrophen in Japan ausgelöste Energiedebatte und weiter drohende Umweltkatastrophen verlangten ein entschiedenes Umsteuern. Ein „Weiter wie bisher“ dürfe es nicht geben, ein „Green New Deal“ reiche nicht. Die Konferenzteilnehmer forderten ein sozial-ökologisches Reformkonzept.

In einem Diskussionspapier „Gute Arbeit 2020 – sicher und fair“ forderten die Konferenzteilnehmer ein sozial-ökologisches Reformkonzept, das auf vier Säulen beruht:
         Arbeiten: Für gute Arbeit – ein Arbeitsleben lang
         Leben: Für ein gutes Leben in einer solidarischen Gesellschaft
         Verteilen: Für gerechte Verteilung
         Entscheiden: Für Demokratie, Mitbestimmung und Beteiligung

Soziale Mindeststandards bei Fördermitteln

IG Metall fordert Zeitenwende in der Leiharbeit

Bezirksleiter Armin Schild

Frankfurt. Die IG Metall im Bezirk Frankfurt, zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen, fordert Arbeitgeber und Politik auf, Rahmenbedingungen für eine faire Leiharbeit zu setzen.

Der anhaltend rasante Zuwachs der Leiharbeit belege, dass Leiharbeit auch gerade nach der Wirtschaftskrise in vielen Fällen missbraucht werde, um reguläre Jobs zu verdrängen. Nutznießer seien Verleih- und Entleihunternehmen. Ihre Extragewinne würden nicht nur von Leiharbeitern, sondern auch von den Steuerzahlern aufgebracht, weil sie zum einen Fördermittel des Staates in Anspruch nehmen und zum anderen einen Niedriglohnsektor etablierten, im dem viele Menschen ergänzende Sozialhilfen antragen müssten.

IG Metall Bezirksleiter Armin Schild forderte die Arbeitgeber und Landesregierungen in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland auf, dem Beispiel Thüringens zu folgen und nicht länger Fördermittel an Firmen zu zahlen, in denen Niedriglöhne gezahlt würden. „Zuerst bekommen sie Fördermittel vom Staat für Investitionen und dann bekommen Leiharbeitnehmer Geld von Staat, weil ihr Lohn nicht ausreicht und sie aufstocken müssen. Wir brauchen soziale Mindeststandards für Fördermittel und gerechte Löhne", sagte Schild am Mittwoch in Frankfurt.

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